Das Avci System
Selbstschutz in allen Lebenslagen
Wer Selbstverteidigung trainieren möchte, steht vor einer großen Auswahl verschiedener Systeme und Kampfkünste. Doch woran erkennt man ein Training, das nicht nur in der Theorie funktioniert, sondern auch unter realistischen Bedingungen bestehen kann?
Das Avci System der WTEO von Sifu Salih Avci verfolgt genau diesen praxisorientierten Ansatz. Es basiert auf den traditionellen Kampfkünsten WingTsun und Escrima, aus denen Sifu Salih Avci in langjähriger Zusammenarbeit mit polizeilichen Spezialeinheiten das Avci WingTsun und Avci Escrima entwickelte. Diese wurden immer wieder an praktische Anforderungen angepasst und schließlich im Avci System zusammengeführt.
Von Kampfkunst zu praxisnaher Selbstverteidigung
Sifu Salih Avci beschäftigt sich seit 1980 mit WingTsun und seit 1982 zusätzlich mit Escrima. Seine eigene, praxisbezogene Interpretation des WingTsun entwickelte er über viele Jahre weiter. 1997 gründete er die WTEO – Organisation für Kampfkunst, Körperbewusstsein und Sicherheitstraining.
Avci WingTsun ist ein weitgehend waffenloser, auf praktische Selbstverteidigung ausgerichteter Kung-Fu-Stil. Dabei werden unterschiedliche Distanzen und Situationen abgedeckt – von Tritten und Fausttechniken über Knie- und Ellenbogentechniken bis hin zu Würfen, Hebeln und dem Kampf am Boden. Avci Escrima ergänzt diesen Bereich um den Umgang mit Waffen und die Verteidigung gegen bewaffnete Angriffe.
Aus diesen Grundlagen entstand das Avci System: ein systematisch aufgebautes Konzept, das Techniken und taktische Inhalte miteinander verbindet.
Ein System mit besonderem Hintergrund
Wer sich für Selbstverteidigung interessiert, sollte nicht nur danach fragen, welche Techniken ein System anbietet. Ebenso wichtig ist die Frage, wie diese Techniken entstanden sind und unter welchen Anforderungen sie weiterentwickelt wurden.
Beim Avci System ist die Verbindung zur praktischen Einsatzwelt ein wesentlicher Bestandteil seiner Entwicklung. Die langjährige Zusammenarbeit von Sifu Salih Avci mit Polizei, SEK und weiteren Behörden hat dazu beigetragen, die Systeme kontinuierlich an praktische Anforderungen anzupassen. Heute wird das Avci System laut WTEO bei Polizei, Justiz und verschiedenen Spezialeinheiten eingesetzt und je nach Zielgruppe entsprechend angepasst.
Für jemanden, der Selbstverteidigung lernen möchte, bietet sich damit ein Ansatz, der Kampfkunst, systematisches Training und langjährige Praxiserfahrung miteinander verbindet.
Avci System steht damit für einen Selbstverteidigungsansatz, der nicht im Trainingsraum endet: Entwickelt aus Kampfkunst, weiterentwickelt durch praktische Erfahrung und geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit professionellen Einsatzkräften.
Realistisch durch Zusammenarbeit mit der Polizei
Eine Besonderheit des Avci Systems ist seine langjährige Zusammenarbeit mit Behörden und insbesondere mit den Spezialeinsatzkommandos.
Sifu Salih Avci trainiert seit 1992 die SEK des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes in den Bereichen Sicherungs- und Eingriffstechniken. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich über die Jahre ein intensiver Austausch zwischen Kampfkunst und polizeilicher Einsatzpraxis.
Die Erfahrungen aus realen Einsätzen flossen dabei in die Weiterentwicklung des Systems ein. Das Ergebnis ist kein starres Sammelsurium einzelner Techniken, sondern ein zusammenhängendes Konzept, das unterschiedliche Situationen und Anforderungen berücksichtigt.
Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung von Eingriffs- und Sicherungstechniken für die Polizei NRW. Die auf Grundlage der SEK-Erfahrungen entwickelten Techniken wurden später an die Anforderungen des polizeilichen Alltags angepasst.
Diese konsequente Verbindung von Training und Praxis ist einer der charakteristischen Aspekte des Avci Systems.
Aus der Praxis, für die Praxis
Das Avci System wird von der WTEO als ein „lebendes System“ beschrieben. Konzepte werden in unterschiedlichen Behörden vermittelt, praktisch angewendet und fortlaufend evaluiert. Dadurch soll sich das System nicht an einer einmal festgelegten Technik orientieren, sondern an den tatsächlichen Anforderungen der jeweiligen Situation und Zielgruppe.
Gerade für Menschen, die Selbstverteidigung lernen möchten, ist dieser Ansatz interessant: Statt sich auf spektakuläre Einzeltechniken zu konzentrieren, geht es darum, Bewegungen und Prinzipien so zu trainieren, dass sie auch unter Druck abrufbar bleiben.
Selbstverteidigung mit und ohne Waffen
Das Avci System basiert auf den beiden Bereichen Avci WingTsun und Avci Escrima. Dadurch entsteht ein umfassender Ansatz.
Im Avci WingTsun stehen die waffenlosen Bereiche der Selbstverteidigung im Mittelpunkt. Avci Escrima erweitert das Training um den Bereich des Waffenkampfes und der Verteidigung gegen verschiedene Waffen.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Techniken zu sammeln. Entscheidend sind Prinzipien, die sich auf unterschiedliche Situationen übertragen lassen. Gerade Avci Escrima arbeitet deshalb stark prinzipienorientiert, sodass Bewegungs- und Handlungskonzepte auch auf verschiedene Alltagsgegenstände übertragen werden können.
Funktionell, direkt und systematisch
Ein weiterer Vorteil des Avci Systems liegt in seiner Systematik. Selbstverteidigung besteht in einer realen Situation selten aus einer vorhersehbaren Abfolge einzelner Bewegungen.
Deshalb werden im Avci System verschiedene Bereiche miteinander verknüpft. Distanz, Kontakt, Bewegung, Reaktion und Kontrolle werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Bestandteile eines Gesamtsystems.
Auch das Reflex- und Gefühlstraining, beispielsweise das Chi Sao, spielt im Avci WingTsun eine Rolle. Dabei werden Reaktionen auf Berührungsreize systematisch geschult. Ziel ist es, bestimmte Bewegungsmuster nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern durch regelmäßiges Training zunehmend automatisiert abrufen zu können.
Für wen ist Avci System geeignet?
Selbstverteidigung ist nicht ausschließlich etwas für Leistungssportler oder Kampfsportexperten. Das Avci System kann insbesondere für Menschen interessant sein, die eine praxisnahe Form der Selbstverteidigung kennenlernen möchten.
Dabei spielt es keine entscheidende Rolle, ob jemand bereits Kampfsporterfahrung besitzt. Anfänger können Schritt für Schritt an die Grundlagen herangeführt werden, während Fortgeschrittene ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können.
Auch der Fitnessaspekt ist ein Pluspunkt: Das Training fordert den ganzen Körper und kann Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Reaktionsfähigkeit verbessern.